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Goldfinger

Goldfinger

„For­give me, Mr. Bond, but, uh… I must arrange to sepa­rate my gold from the late Mr. Solo.“

100F muss ein­fach einen Bond-Film ent­hal­ten und die Über­le­gung wel­cher es ist, war eine kurze. Meine erste Bond-Phase waren eigent­lich die spä­ten 80er Filme. Mein Lieb­lings­bond wird ent­ge­gen der übli­chen Mei­nung auch immer Roger Moore sein, aber Gold­fin­ger kommt als ein­zi­ges für die Liste in Frage und das ohne jede Kon­kur­renz. Gold­fin­ger ist nicht nur Scha­blone für das Fran­chise James Bond, son­dern Regel­werk für das kom­plette Sub-Genre Agen­ten­film und er sieht dabei noch immer so unver­schämt gut aus.

Auric Gold­fin­ger ist einer der wirk­lich ganz gro­ßen Böse­wichte der Film­ge­schichte und bis heute Aus­hän­ge­schild deut­scher Schau­spiel­kunst. Her­aus­ra­gend ist hier auch die deut­sche Syn­chro, die der eng­li­schen Fas­sung der Figur weit über­le­gen ist. Was Gold­fin­ger so unver­gess­lich und anders macht ist auch seine wenig über­zeich­nete Ober­flä­che. Wäh­rend in spä­te­ren Fil­men gleich von Beginn an Bil­der wahn­sin­ni­ger Wis­sen­schaft­ler gezeich­net wer­den, ist Gold­fin­ger eigent­lich nur ein ambi­tio­nier­ter Samm­ler. Dass dabei am Ende mehr auf dem Spiel steht ist für ihn nur ein Rand­ef­fekt. Heute würde man der Figur irgend­eine per­sön­li­che Note mit­ge­ben, irgend­ein an den Haa­ren her­bei­ge­zo­ge­nes Motiv, wieso er so han­delt. Hier jedoch braucht man es nicht. Es gibt keine zu hin­ter­fra­gen­den Motive. Goldfinger’s Name ist Pro­gramm.

Natür­lich ist auch Gold­fin­ger nur ein purer Unter­hal­tungs­film, der die Schie­nen für fol­gende Teile der Serie legt. Zwar erreicht Gold­fin­ger nicht ganz die seichte Komik der spä­te­ren Filme, aber der Film ist weni­ger Thril­ler und mehr Komö­die, als die zwei vor­he­ri­gen Teile. Die Klei­nig­kei­ten der Hand­lung sind noch heute sehens­wert. Das Kar­ten­spiel am Beginn des Films, als man Auric Gold­fin­ger vor­stellt, ist per­fekt insze­niert und geschrie­ben. Nach die­ser Szene kennt man das Ver­hält­nis von Böse­wicht und Held für den Rest des Films. Pussy Galore. Sol­che Details kann man ein­facht nicht in eine Über­set­zung mit­neh­men. Auch hier hat der Film den Pro­to­typ der wie­der­spens­ti­gen Mit­spie­le­rin gefun­den. Über­haupt mar­kiert Gold­fin­ger ganz klar den Punkt der Serie, in denen die weib­li­chen Neben­fi­gu­ren dem Böse­wicht fast den Fokus steh­len. Wieso ist man eigent­lich nie den kon­se­quen­ten Weg gegan­gen und hat Bond eine Gegen­spie­le­rin zur Seite gestellt. Tja wer weiß.

Gold­fin­ger ist der per­fekte und in sei­ner Art erste Agen­ten­film. Er besitzt alle Bau­steine, die noch heute nicht nur in die­ser Serie benutzt wer­den. Das tech­ni­sche Spiel­zeug, den ego­ma­nen Böse­wicht, die attrak­ti­ven Neben­fi­gu­ren, den unver­letz­ba­ren Hand­lan­ger. Wenn über­haupt dann ist Goldfinger’s Schwä­che das Finale. Da ist man heute ande­res gewohnt und wahr­schein­lich lei­det der Film hier an sei­ner zu gro­ßen Grund­idee. Bis zum Finale aber bekommt man makel­los geal­terte Unter­hal­tung und die Mut­ter aller Agen­ten­filme, ein Genre, dass sich heute viel­leicht über­lebt hat. Ehr­lich gesagt hoffe ich, dass man diese Serie ruhen lässt. Bond war sich krea­tiv Jahr­zehnte treu und erfolg­reich. Die Qua­li­tät von Gold­fin­ger wird diese Serie nie mehr errei­chen.

  • #1
  • Mo, 03. Mai 2010
  • ben_ schrieb:

Pussy Galore. Punkt.

  • #2
  • Mo, 03. Mai 2010
  • Jenz schrieb:

schluchtz Jetzt hat mir “ClickT­oF­lash” wohl wirk­lich Safari 4.0.5. zer­schos­sen, kein Audio­file für mich…

Any­ways: Wird wohl Zeit das ich die DVD mal auf ‘nem Grab­bel­tisch ent­de­cke, allein schon wegen: Do you expect me to talk? No Mr.Bond I expect you to die.

o/

Jenz

Die Gestal­tung ist mal wie­der ein Traum.

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