09
02

der gut schlechte Film

der gut schlechte Film

Wird ein kur­zer Ein­trag. Habe die Tage The Bone Collec­tor gese­hen, ein schreck­li­cher Film eigent­lich, des­sen beste Ele­mente Al Bundy und Lara Croft sind. Ich bin völ­lig ohne Vor­wis­sen an den Film heran getre­ten, um vom Pay­off schließ­lich auf’s Übelste ent­täuscht zu wer­den. The Bone Collec­tor ist hier­bei aber so schlecht, dass er schon wie­der wun­der­bar als Nega­tiv­bei­spiel funk­tio­niert.

Hier haben wir einen Film, des­sen Spur Anfang der 90er vom Schwei­gen der Läm­mer gelegt wurde. Nen­nen wir es für den Rest des Ein­trag das Serien-Killer-Genre. Es gibt zwei Vari­an­ten den Böse­wicht zu insze­nie­ren. Ent­we­der es ist der große Unbe­kannte, der lang­sam ent­hüllt wird, oder es ist eine bekannte Figur, von der man es nicht erwar­tet. In bei­den Fäl­len funk­tio­niert auch ein Böse­wicht hier nur, wenn er dem Zuschauer Zugang ver­schafft. Ein völ­lig Frem­der funk­tio­niert nie­mals, weil man kei­nen Bezug zur Figur hat.

The Bone Collec­tor setzt auf die Vari­ante, dass man den Böse­wicht aus einer Figur zau­bert, von der man es nicht erwar­tet. Kann man machen. Was man nicht machen kann, ist das kom­plette Motiv und somit den kom­plet­ten Film, auf einer 30 sekün­di­gen Expo­si­tion auf­zu­bauen, die ein­fach lächer­lich ist. Noch bevor man aber den Schwach­sinn rea­li­sie­ren kann, spielt der Film sein letz­tes Cre­scendo ab, was schon wie­der sehens­wert ist. Sel­ten zeigt Film so agile Quer­schnitts­ge­lähmte.

Eigent­lich bin ich kein Fan die­ses Gen­res, ein­fach weil mit Sie­ben und eben Schwei­gen der Läm­mer die For­mel schon lange per­fek­tio­niert ist. Sicher kann man hier noch wei­ter gehen, aber nur ohne grü­nes Licht eines gro­ßen Stu­dios zu bekom­men. Inso­fern ist jeder neue Ver­such zweck­los. Das Pro­blem die­ses Gen­res ist immer der/die/das Böse. Jeder Held ist nur so gut wie sein Gegen­stück und im Falle von The Bone Collec­tor exis­tie­ren viele durch­aus greif­bare Hel­den, denen ein Hauch von Nichts ent­ge­gen­ge­stellt wird. Getreu dem Motto “Oh no they didn’t.”

Oh man tut das gut! Ich weiss noch das ich damals im Kino war udn ich wollte den Film wirk­lich mögen. Aber wie Du schon geschrie­ben hast die bei­den Per­len des Films die Du bereits in dei­nem Arti­kel erwähn­test, sind quasi die Gen­re­re­fe­renz und gegen eben diese bei­den Werke, wirkt der Rest ein­fach nur noch recht farb­los. Zum glück habe ich vie­les schon ver­drängt, aber ich erin­nere mich noch das ich mich über nahezu die gesamte Film­stre­cke gelang­weilt habe und das ich nach dem Ende dachte “WIE?!? WTF!?! DAS solls jetzt gewe­sen sein? Für wie beschränkt hal­ten die mich?“ Was mir aller­dings anschlie­ßend noch viel unver­ständ­li­cher war, dass ich mit mei­ner Mei­nun­gen über den Film nahezu alleine war in mei­nem Bekann­ten­kreis.

Was alles über die­sen Film sagt: Ich habe den vor eini­gen Jah­ren gese­hen und die Hand­lung kom­plett ver­ges­sen.

Kommentar schreiben
safari bug

Vorschau:

HTML ist in Kommentaren zugelassen. Erlaubt sind die HTML-Tags:
<a href>, <i>, <p>, <strong>, <em>, <ul>, <ol>, <li>, <blockquote>.
Alle themenfremden oder persönlichkeistverletzenden Beiträge werden gelöscht, also immer schön sachlich argumentieren.

schrieb: