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Miller’s Crossing

Miller’s Crossing

Ich bin kei­ner die­ser fana­ti­schen Coen-Fans. Die Brü­der machen seit vie­len Jah­ren kon­ti­nu­ier­lich gutes Film­werk, aber es ver­läuft dann doch alles einen Tick abseits mei­ner geschmack­li­chen Spur. Miller’s Cros­sing hatte ich noch nicht gese­hen, bekam aber die Emp­feh­lung von jeman­dem, der mei­nen Geschmack gut zu ken­nen scheint. Die DVD hab ich im Grab­bel­tisch gese­hen und mich etwas über das “Ab 18″ Zei­chen gewun­dert. Sei’s drum.

Miller’s Cros­sing ist nach ein­ma­li­gem Anse­hen bei mir sofort zum Klas­si­ker auf­ge­stie­gen. Der Film ist pures Gold. Worum geht’s? Gabriel Byrne spielt Tom Rea­gan, die rechte Hand von Leo (Albert Fin­ney), einem Gangs­ter iri­scher Her­kunft, der die Stadt kon­trol­liert. Leo ist hier Don Cor­leone und bekommt eines Tages Zoff mit der Kon­kur­renz in Form von Johnny Cas­par. Um die letzte Zutat ins Spiel zu wer­fen exis­tiert Verna als ein­zige weib­li­che Figur, deren Hin­ter­grund zunächst unbe­kannt ist.

Ich bin ohne jeg­li­ches Vor­wis­sen an den Film heran getre­ten und nur so funk­tio­niert Miller’s Cros­sing per­fekt. Es ist im Kern ein Film ganz alter Film Noir-Schule. Der Film star­tet lang­sam, weil es zunächst gilt viele Cha­rakte und deren Bezie­hun­gen zuein­an­der zu erklä­ren. Spä­tes­tens ab der zwei­ten Hälfte steckt man fest im Netz der Figu­ren. Es gibt ein paar durch­aus selbst heute noch ver­flucht effi­zi­ente Sze­nen, die ich hier nicht wei­ter eklä­ren möchte. Der Film ver­sprüht auch einen hef­ti­gen Once upon a Time in Ame­rica-Charme und beinhal­tet deut­li­che Par­al­le­len in der Hand­lung.

Miller’s Cros­sing ist kein Gangs­ter­film. Viel­mehr nutzt er diese Gen­re­de­fi­ni­tion um eine ganz klas­si­sche Thea­ter­hand­lung zu erzäh­len. Die Dar­stel­ler tra­gen den Film. Wirk­lich jede kleinste Figur ist dick besetzt. Für mich zwei­fel­los die beste Rolle, die ich von Gabriel Byrne gese­hen habe. Sel­ten so eine fik­tio­nale coole Sau gese­hen. Der Dia­log im letz­ten Akt mit John Turturro’s Ber­nie in sei­ner Woh­nung ist pure Magie. Abso­lute Emp­feh­lung für Miller’s Cros­sing, auch wenn der Ein­stieg in die eng­li­sche Ton­spur für mein deutsch­ge­präg­tes Gehör, aus­nahms­weise mal schwie­rig war. Gibt ein paar sehr dicke Akzente, aber auch mein gelieb­tes Bild­for­mat 1.85:1.

  • #1
  • Mo, 23. November 2009
  • ben_ schrieb:

Soso. Ich kann mich an fast nichts an dem Film erin­ner außer: 30er, Iren-Mafian und Tom Hanks. Merk­wür­dig.

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