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die deutsche Wählerstimme

die deutsche Wählerstimme

Die Mehr­heit der gest­ri­gen Stim­men lan­det aller Vor­aus­sicht nach in einer Oppo­si­ti­ons­par­tei. Die sich neu bil­dende Regie­rung wird nicht die Mehr­heit der abge­ge­ben Stim­men reprä­sen­tie­ren. Wäre das Wahl­sys­tem ein Com­pu­ter­pro­gramm, würde man die Pro­gram­mie­rer Son­der­schich­ten schie­ben las­sen, bis das Sys­tem logisch funk­tio­niert. Wenn man es nicht mal schafft die Grund­la­gen an das 21. Jah­rund­ert anzu­pas­sen, dann braucht man sich über viele posi­tive und nega­tive Rand­er­schei­nun­gen nicht mehr wun­dern.

Auch meine Stimme ist in der Oppo­si­tion gelan­det. Schade um die nächs­ten vier Jahre.

  • #1
  • Mo, 28. September 2009
  • Thalur schrieb:
Die sich neu bil­dende Regie­rung wird nicht die Mehr­heit der abge­ge­ben Stim­men reprä­sen­tie­ren.

Die­sen Kom­men­tar kann ich nicht nach­voll­zie­hen. Ich nehme an, das soll auf die Über­hang­man­date anspie­len? Aber auch nach dem rei­nen Zweit­stim­m­en­er­geb­nis gibt es eine Mehr­heit für Schwarz-Gelb mit 308 von 598 Sit­zen.

  • #2
  • Mo, 28. September 2009
  • ben_ schrieb:

Auch wenn es zu etwas sku­ri­len Ergeb­nisse führt, ich finde die Zweit­stimme gar nicht so schlecht. Sie erin­nert uns daran, dass wir – aus guten, guten, guten Grün­den – eine reprä­sen­ta­tive Demo­kra­tie haben und keine direkte Demo­kra­tie. Wir ent­sen­den jene Men­schen in den Bun­des­tag, von denen wir glau­ben, dass sie das Beste im Sinne des Lan­des, der Bevöl­ke­rung tun. Und nicht das beste für mich. Ich spre­che einem Poli­tik direkt mein Ver­trauen aus. Das gefällt mir eigent­lich sehr gut.

Webmaster

Was Poli­tik betrifft bin ich auch hier über­zeug­ter Rea­list. Hier ist mal nicht der Weg das Ziel, da Poli­tik in Deutsch­land prak­tisch alle vier Jahre bei Punkt Null neu anfängt zu funk­tio­nie­ren. Ich möchte nicht schrei­ben alles in Deutsch­land sei Mist, aber wir haben mehr als ein Nach­bar­land, dass die Pro­bleme des 21. Jahr­hun­derts effek­ti­ver zu lösen scheint, als Deutsch­land. Ich bin über­zeugt, dass die deut­sche Par­tei­en­land­schaft und unsere Ver­tei­lung von Macht wie vie­les in die­sem Land so kom­plex auf­ge­baut ist, dass effi­zi­en­te­res Han­deln kaum mög­lich ist. Ich bin mir aber auch bewusst, dass auch hier eine der vie­len Lei­chen im Kel­ler des Lan­des begra­ben ist. Ich behaupte für mein Alter über­durch­schnitt­li­ches Inter­esse für Poli­tik zu besit­zen und selbst ich muss mich jedes mal wie­der neu über­zeu­gen, den Gang ins Wahl­lo­kal anzu­tre­ten. Der Aus­s­gang ges­tern beflü­gelt meine Moral als Wäh­ler nun nicht wirk­lich.

  • #4
  • Mo, 28. September 2009
  • ben_ schrieb:

Ich hab das ja schon oft geschrie­ben, Chris. Die­ser Impe­ra­tiv, mit-begeisterung-wählen-gehen-zu-müssen, ist falsch. Es ist die viel­leicht wich­tigste Frei­heit in die­sem Land, dass wir uns des Poli­ti­schen ent­zie­hen dür­fen ohne dafür mit Sank­tio­nen rech­nen zu müs­sen, auch wenn uns immer wie­der aus der fal­schen Ecke mora­lisch Sank­tio­nen ange­droht wer­den.

Poli­tik ist nicht mehr wert oder bedeu­ten­der als Typo­gra­phie. Und erwar­ten wir, dass sich jeder Bür­ger eine ordent­li­che Haus­schrift zulegt? Nein. Das ein Aspekt unse­rer Gesell­schaft, zuge­ge­ben, ein wich­ti­ger, aber das ist Typo­gr­pa­hie auch, und Lite­ra­tur und Land­schaft und Sport und und und …

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