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John Hughes, 1950 – 2009

John Hughes, 1950 – 2009

John Hug­hes ist ges­tern im Alter von 59 Jah­ren einem Herz­in­farkt erle­gen. Hug­hes Ein­fluss auf viele Gene­ra­tio­nen kann man nicht igno­rie­ren. Er hat es geschafft ein eigent­lich belä­chel­tes Film­genre aus der Nische zu holen und auf einen Level zu brin­gen, wie es bis heute nie­mand geschafft hat. Er war Geschich­ten­er­zäh­ler und in der sel­te­nen Lage, Cha­rak­tere zu kre­ie­ren und zu insze­nie­ren - Auto­ren­kino. Was sich so ein­fach anhört, ist sel­ten gewor­den. Man fin­det immer weni­ger große Köpfe, die ihre Filme schrei­ben, pro­du­zie­ren, dabei Regie füh­ren und damit nicht auf die Nase zu fal­len. Bei mir hin­ter­las­sen seine gro­ßen Werke immer den Ein­druck, seine Figu­ren und Geschich­ten seien ihm so wert­voll gewe­sen, dass er sie nie­mand anders anver­trauen konnte.

“My movies are about the beauty of just gro­wing up.”

Bis heute Grad­mes­ser für das Genre sind seine Coming-of-Age Filme. Wenn man gerade jetzt online so viel drü­ber lesen kann, dann weil diese Werke die heu­ti­gen Weba­fi­nen so beein­flusst hat, was gemes­sen an der heu­ti­gen Medi­en­land­schaft, auch ein­ma­lig blei­ben sollte. Es ist schwer vor­stell­bar, dass Filme an heu­ti­gen Jugend­lich noch so einen tie­fen Ein­druck hin­ter­las­sen kön­nen, wie Hug­hes’ Filme.

Meine ers­ten Hug­hes Filme fan­den im Nach­mit­tags­pro­gramm irgend­ei­nes Fern­seh­sen­ders statt. Damals noch eher dem Genre ableh­nend gegen­über, war ein Fer­ris Buel­ler oder Bre­ak­fast Club wenige Jahre spä­ter Unter­hal­tung der bes­ten Qua­li­tät. Seine Filme haben so ver­dammt gute Dia­loge, dass selbst ein Kam­mer­spiel als Film getarnt nicht lang­wei­lig wird. Selbst seine nur geschriebenen/produzierten Strei­fen hal­ten dem Test der Zeit sehr gut stand. Gute Dia­loge sind zeit­los.

Sein Gesamt­werk ist dann aller­dings durch­wach­sen. Zwar zitie­ren nun alle pri­mär seine Teenie-Filme, aber ich bin auch den spä­te­ren Fil­men nicht abge­neigt. Die ers­ten bei­den Teile der Vaca­tion-Serie sind immer wie­der lus­tig. Allein mit Onkel Buck hat einen der bes­ten John Candy. Pla­nes ist hier nicht grund­los schon mehr­fach gelobt wur­den und auch wenn Kevin allein zu Haus abge­dro­schen ist, es gehört zum jähr­li­chen Weih­nachts­pro­gramm. Curly Sue blen­den wir ein­fach mal aus.

“Don’t you for­get about me” - werde ich ganz sicher nicht.

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