21
05

Watch Your Killerspiele

Watch Your Killerspiele

Seit eini­gen Tagen exis­tiert unter www.watchyourweb.de eine Infor­ma­ti­ons­platt­form für eine Kam­pa­gne, die Kin­der und Jugend­li­che den bewuss­ten Umgang mit per­sön­li­chen Daten näher brin­gen soll. Das Ganze hat etwas Geld und Zeit gekos­tet. Es ist kein Schnell­schuss. Wie man die Idee beur­teilt, steht in einem ande­ren Text. Mich hat viel mehr über­rascht, dass man hier über­haupt ein Pro­blem ana­ly­siert hat ohne es gleich mit Geset­zen zu erschie­ßen, getreu dem Motto “Inter­net­ver­bot für alle Min­der­jäh­ri­gen”.

Wieso bitte, nähert man sich mit glei­cher Sorg­falt ähnlich gela­ger­ten The­men? Offen­sicht­lich scheint das Geld dafür vor­han­den zu sein? Wo ist ein watchyourgames.de? Hier beweist man wie­der ein­drucks­voll wie hoch die Kom­pe­tenz für jene und wie nied­rig die Kom­pe­tenz für andere The­men ist. Was man nicht kennt und nicht ver­steht wird zen­siert, was man ver­ste­hen will bekommt eine ange­mes­sene Behand­lung.

Liebe Bun­des­re­gie­rung. Das Thema Video­spiele wird man 2009 nicht mehr mit Geset­zen regeln kön­nen. Der ein­zige Zugang zu dem was die Jugend in Deutsch­land kon­su­miert, erhält die Poli­tik über die Eltern. Es ist illu­so­risch 2009 ein Medium zen­sie­ren zu wol­len. Kein Gesetzt der Welt kann heute den Fluss von Daten und somit Medien kon­trol­lie­ren. Es braucht keine Zen­sur, es braucht ein­fach nur mehr Weit­sicht der Poli­tik und mehr Inter­esse für den eige­nen Nach­wuchs auf Sei­ten der Eltern.

Viel­leicht sollte man ein­fach mal etwas Geld von Trak­tor­brü­cken weg­zie­hen und in eine Platt­form inves­tie­ren, die Eltern zum bewuss­ten Umgang mit dem Medi­en­kon­sum von Kin­dern und Jugend­li­chen her­an­führt. Dies ist kein Thema, was sich mit Zen­sur kon­trol­lie­ren lässt, son­dern nur mit Auf­klä­rung aller. Meine Güte so schwer ist es wirk­lich nicht. Müs­sen wir hier echt noch 30 Jahre war­ten, bis Deutsch­land auch hier Anschluss an den Rest der Welt fin­det?

  • #1
  • Di, 16. Juni 2009
  • ben_ schrieb:

Es gilt wei­ter­hin, was bis­her die Tempo in ihrer Jübi­lä­ums­aus­gabe am prä­zi­ses­ten auf den Punkt gebracht hat: “Es gibt wie­der eine Jugend­be­we­gung, die kei­ner ver­steht.”

Kommentar schreiben
safari bug

Vorschau:

HTML ist in Kommentaren zugelassen. Erlaubt sind die HTML-Tags:
<a href>, <i>, <p>, <strong>, <em>, <ul>, <ol>, <li>, <blockquote>.
Alle themenfremden oder persönlichkeistverletzenden Beiträge werden gelöscht, also immer schön sachlich argumentieren.

schrieb: