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Veränderungen

Veränderungen

Ich habe ges­tern keine Oscar-Nacht durch­ge­macht. Letzte Jahr war die Aus­nahme für Mor­ri­cone. Die­ses Jahr war zuviel Poli­tik im Spiel, wie sich nun auch bei den Aus­zeich­nun­gen bewie­sen hat. Die all­ge­i­mei­nen Mel­dun­gen redu­zie­ren sich auf Slum­dog Mil­lio­naire und Sean Penn für Milk. Penn schien selbst wirk­lich über­rascht und ließ jeden Zuschauer wis­sen, wer der eigent­li­che Gewin­ner hätte sein sol­len.

Illustration: Oscar

Hätte, sollte, könnte, würde. Wer auch immer Milk und Slum­dog’s Ver­öf­fent­li­chung bestimmt hat, war ent­we­der ein Magier oder hatte pures Glück. Beide Filme konn­ten nicht bes­ser lie­gen. Slum­dog ist das moderne Mär­chen, was bei der aktu­el­len Lage der Welt­wirt­schaft, alle Regis­ter zie­hen kann. Es drückt soviele Knöpfe und sti­mu­liert damit soviele Juryner­ven, dass man hier wohl nicht anders rea­gie­ren konnte.

Für eine Comi­cver­fil­mung, in der Men­schen in Gum­mi­kos­tü­men, Böse­wichte ver­prü­geln scheint da wenig Platz zu sein. Es gibt in noch den typi­schen Oscar­strei­fen. Mög­lichst zeitak­tu­ell mit viel Herz­schmerz und Mensch­lich­keit, Dinge die wir schon in 100 Jah­ren Kino mehr als ein­mal per­fek­tio­niert gese­hen haben. Die Comi­cver­fil­mung dage­gen erst ein­mal.

Nichts gegen Slum­dog oder Milk, aber haben wir das Grund­kon­zept jener Filme nicht schon dut­zend­fach gese­hen? Es dürfte sehr inter­es­sant sein, ein­mal die Oscar-Jury im Detail vor­ge­stellt zu bekom­men. Der Alters­durch­schnitt dürfte alle Fra­gen beant­wor­ten. Wenn ich mei­nem Vater Slum­dog, Milk oder Dark Knight und Wall-E zei­gen würde, wären die letz­ten zwei sicher­lich die Exo­ten. Exo­ten sind nie­mals die Vor­läu­fer, auch bei die­sen Oscars nicht.

Über­ra­schend waren die Oscars 2009 nichts. Über­ra­schend wäre, wenn man die Exo­ten end­lich respek­tie­ren würde, für das was sie sind. Die Kost für ein neues Publi­kum. Am glei­chen Wochen­ende sahen wir einen Preis, der kom­plett anders funk­tio­niert und ein rei­ner Publi­kums­preis ist. Der Echo. Sowas soll­ten die Oscars nicht sein, wäre es so, würde die Film­land­schaft lei­den. Bei einem Film jedoch, der so erfolg­reich lief wie Dark Knight, muss man ein­fach mehr Auf­merk­sam­keit schen­ken, ob man das Genre mag oder auch nicht. Jemand hat schon den Ver­gleich zum Wes­tern geschla­gen, dem ich nur zustim­men möchte. In 30 Jah­ren wer­den wir auf Dark Knight schauen und uns wun­dern, wie man den Film so bei Prei­sen igno­rie­ren konnte.

Erstaun­lich ist 2009 wie­der, dass ein deut­scher Bei­trag gewon­nen hat, den wahr­schein­lich nicht mal 10 Men­schen in Deutsch­land gese­hen haben.

  • #1
  • Mo, 23. Februar 2009
  • Chris schrieb:

Posi­tiv ist zumin­dest, dass nicht noch mehr Oscars bei “Ben­ja­min But­ton” gelan­det sind.

  • #2
  • Mo, 23. Februar 2009
  • ben_ schrieb:

Ist das rich­tig, dass ich hier unter dem Arti­kel schon die Tea­ser (end­lich in grö­ße­ren Bil­dern) “zum glei­chen Thema” sehen kann, auch wenn das Lay­out irgend­wie noch nicht so ganz passt? Was für ein net­ter Titel … “Ver­än­de­rung”.

Webmaster

Ähem eigent­lich soll­ten die Bil­der noch ver­steckt sein, gibt kla­res CSS For­mat dafür. Hier sind schon einige Sachen “live” die ich noch nicht ange­passt habe. Die Bil­der zäh­len dazu :)

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