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Planes, Trains & Automobiles

Planes, Trains & Automobiles

Nach­dem der letzte hier bespro­chene Film, eher düs­te­rer Stoff ist, muss mal wie­der was Hei­te­res her. Aus­ge­sucht habe ich mir eine der bes­ten Komö­dien über­haupt. Trains, Pla­nes and Auto­mo­bi­les. Der deut­sche Titel lau­tet: Ein Ticket für Zwei. Eine Komö­die geschrie­ben und gedreht von einem gewis­sen John Hug­hes. Ein Name, der hier noch öfters erwähnt wer­den wird, eine Legende des ame­ri­ka­ni­schen 80er-Jahre Kinos. Hug­hes schaffte in den 80ern viele unver­ges­sene Film­per­len (Fer­ris Buel­ler macht Blau, Bre­ak­fast Club). Irgend­wann in den 90ern hat er sich dann zurück­ge­zo­gen und wird wohl lei­der keine neuen Filme mehr pro­du­zie­ren, schrei­ben oder gar selbst dre­hen. Die­ser Film, ist sein Ver­such, eine erwach­sene Komö­die zu rea­li­sie­ren. Zuvor war Hug­hes dafür bekannt, nur Teenie-Streifen im Reper­toir zu haben. Trains, Pla­nes and Auto­mo­bi­les beweist, Hug­hes kann mehr.

Irgend­wann hat mein Bru­der mal gesagt, “Die­sen Film musst du heute Abend anschauen. Der ist wirk­lich lus­tig.” Auch wenn er sonst einen ande­ren Film­ge­schmack zu haben scheint, aber hier liegt er mal gold­rich­tig. Ein Ticket für Zwei ist eine leichte, typisch 80er-Jahre-Komödie, mit Herz. Es ist ein Film für Kri­ti­ker und Zuschauer. Jeder wird bedient.

Planes, Trains and Automobiles - Del Griffith

die Hand­lung

Der Kern des Films ist wie alles andere auch, äußerst ein­fach und schnell erklärt. Neal Page (Steve Mar­tin) ist der typi­sche Anzug­mensch und arbei­tet in New York bei einer Wer­be­agen­tur. Thanks­gi­ving steht an und damit eine viel zu lange Heim­reise zur Fami­lie nach Chi­cago. Sei­nen Flug zu erwi­schen wird beim Ver­kehr auf New York’s Stra­ßen mehr als schwie­rig, aber er muss es ein­fach pro­bie­ren.

“You can start by wiping that fucking dumb-ass smile off your rosey, fucking, cheeks! Then you can give me a fucking auto­mo­bile: a fucking Dat­sun, a fucking Toyota, a fucking Mus­tang, a fucking Buick! Four fucking wheels and a seat!”

Eben­falls nach Chi­cago möchte Del Grif­fith (John Candy), ein Ver­käu­fer für Dusch­vor­hang­ringe, auch er ist in New York gelan­det und auch er kämpft gegen die Zeit, sei­nen Flug zu erwi­schen. Es kommt wie es kom­men muss. Die Wege bei­der kreu­zen sich und damit beginnt eine typi­sche Buddy-Comedy, mit vie­len Lachern und auch ruhi­gen Momen­ten.

Was den Film so gut macht, sind seine Dar­stel­ler und die Dia­loge. Beide Rol­len sind per­fekt besetzt. Beson­ders jedoch John Candy sticht her­aus, in sei­ner wohl bes­ten fil­mi­schen Leis­tung, als viel zu net­ter und gesprä­chi­ger Del Grif­fith, ist er der Plus­pol zu Steve Martin’s nega­tiv gela­de­nem Neal Page.

Planes, Trains and Automobiles - Neal Page

ein­fach gutes Film­werk

Der Plot ist ein­fach, die Gags schwan­ken von platt bis cle­ver. Was Hug­hes so per­fekt beherrscht ist die Spra­che der Zeit bzw. sei­ner Figu­ren, sowie Rhyth­mus. Es gibt einen Höhe­punkt der Hand­lung, bei der eine Figur Linie bekommt. Heute wür­den sol­che Momente sicher­lich unter­ge­hen. Hug­hes schafft es mit ein­fa­chen Mit­teln, vom Kalauer in eine wich­tige und ernst­hafte Charakter-Szene zu wech­seln. Es ist defi­ni­tiv ein Stil­mit­tel, was man mögen muss und eines was Hug­hes in allen sei­nen Film benutzt.

“You wanna hurt me? Go right ahead if it makes you feel any bet­ter. I’m an easy tar­get. Yeah, you’re right, I talk too much. I also lis­ten too much. I could be a cold-hearted cynic like you… but I don’t like to hurt people’s fee­lings. Well, you think what you want about me; I’m not chan­ging. I like… I like me. My wife likes me. My cust­o­mers like me. ‘Cause I’m the real arti­cle. What you see is what you get.”

Die Del Grif­fith Figur ist so uni­ver­sell. jeder kennt so einen Men­schen. Und wenn John Candy am Ende alle Regis­ter zieht, dann wer­den nicht nur bei mir die Augen wäss­rig. Ein Ticket für Zwei ist Beweis­stück für eine Art Kino, dass heute nicht mehr exis­tiert: eine Komö­die für Zuschauer mit einem funk­tio­nie­ren­dem Gehirn, ohne bra­chial auf Intel­lek­tu­ell schal­ten zu wol­len. Es ist per­fek­tes, zeit­lo­ses Unter­hal­tungs­kino.

Glück­li­cher­weise läuft der Film regel­mä­ßig im deut­schen Fern­se­hen, meist in den Herbst­mo­na­ten. Ich kann nur emp­feh­len die Chance zu nut­zen. Die deut­sche Syn­chro­ni­sa­tion ist makel­los, sowohl die Über­set­zung als auch die Stim­men. Ich halte die deut­sche Fas­sung sogar bes­ser als das Ori­gi­nal. Wer nur einen ein­zi­gen Film mit John Candy sehen möchte, der sollte Pla­nes, Trains and Auto­mo­bi­les wäh­len. Dies ist ein Film, der es immer schafft gute Laune beim Zuschauer zu kre­ie­ren. Per­fekt für die mitt­ler­weile ein­ge­setzte dunkle und kalte Jah­res­zeit.

Planes, Trains and Automobiles

Net­ter Review, ‘Ein Ticket für Zwei’ ist mir noch in guter Erin­ne­rung, obwohl ich den Film schon seit Jah­ren nicht mehr gese­hen habe.

Die Szene wo ich jedes­mal Trä­nen lache, ist als sie am Mor­gen im Hotel­zim­mer, des­sen Bett sie sich tei­len, auf­wa­chen:

Neal: “Wo hast du deine Hände?“ Del: “Zwi­schen zwei Kis­sen…“ Neal: “DAS SIND KEINE KISSEN!”

xD

  • #2
  • Di, 09. Dezember 2008
  • mi. schrieb:

Super!!!! hab den film auch schon lange nicht mehr gese­hen, aber weihn­hacts­zeit vor der Tür! aus­schau hal­ten! thx fürs review!

[…] Pla­nes, Trains & Auto­mo­bi­le­sCi­nema […]

  • #4
  • So, 22. Januar 2012
  • amo schrieb:

warum eigent­lich nicht mal filme spie­len bei beer­di­gun­gen?

pla­nes, trains and auto­mo­bi­les läuft bei dann mir!

Webmaster

Genauer gesagt nur die Mess Around Szene im Auto. So gut.

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