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cuil.com - neue Suchmaschine ehemaliger Google-Mitarbeiter

cuil.com - neue Suchmaschine ehemaliger Google-Mitarbeiter

“Es ist ein neuer Sher­rif in der Stadt.” So oder so ähnlich hat man sich wohl die Schlag­zei­len zu cuil.com erhofft. Erst­mal der Name. Gibt’s da schon eine offi­zi­elle Regel zur kor­rek­ten Aus­spra­che? “kju-ihl” oder ein stum­mes i “kjul”?

Name hin oder her, wich­tig ist die Funk­tion. Ich finde diese neue Such­ma­schine inter­es­sant. Man ver­sucht sich deut­lich bei der Prä­sen­ta­tion von Google zu unter­schei­den. Cuil.com indi­ziert ganz klas­si­sche Sei­ten, ver­reich­tet dann sei­nen Zau­ber im Hin­ter­grund und prä­sen­tiert dann eine gewöh­nungs­be­dürf­tige Ansicht der Such­er­geb­nisse:

Layout cuil.com

Cuil prä­sen­tiert seine Ergeb­nisse ganz im Stil von Blogs: mehr­spal­tige Aus­züge mit Über­schrift im Float. Was bei weni­gen Links funk­tio­niert, wird hier jedoch schnell unüber­sicht­lich.

Gelun­gen ist, dass man ver­sucht Ergeb­nisse zu fil­tern. Statt Mil­lio­nen Links an den Kopf zu wer­fen, ord­net ciul.com auf Wunsch in Kate­go­rien. Cuil.com bie­tet eben­falls wei­ter­füh­rende Suchen an, basie­rend auf den Ergeb­nis­sen der ursprüng­li­chen Suche. Das macht Sinn. Weni­ger Gelun­gen ist defi­ni­tiv, wie Ergeb­nisse typo­gra­fisch ange­bo­ten wer­den. Sicher­lich mag ein sol­ches Spal­ten­sys­tem anders und trendy sein, aber sie ist auch deut­lich schlech­ter optisch zu fil­tern. Das Auge wan­dert viel hek­ti­scher, als bei der klas­si­schen 1-Spalten-Version bis­he­ri­ger Such­ma­schi­nen. Ich finde auch etwas zu wenig Kon­trast bei Schrift­grö­ßen.

Dies sind aber Klei­nig­kei­ten der Optik. Was im Hin­ter­grund pas­siert, scheint mir wich­ti­ger und da macht cuil.com zum Start einen sehr ordent­li­chen Ein­druck. Techcrunch’s Ver­such der Ergebnis-Analyse und Ver­gleich mit Google hinkt etwas. Nie­mand wird für “dog” eine Such­ma­schine nut­zen. Man hätte ein­mal ein prak­ti­sche­res Bei­spiel neh­men sol­len und da glei­chen sich beide doch sehr, wobei cuil.com mir dank der wei­ter­füh­ren­den Links bes­ser gefällt. Was mir bei lei­der auch schon jetzt auf­fällt sind die vie­len Links zu rei­nen Pro­dukt­sei­ten. Wer ein­mal nach “CSS” sucht, wird doch dut­zende Links zu Sei­ten fin­den, die jede­glich ein Buch bewer­ben. Sol­che Ergeb­nisse muss man fil­tern. Das größte Manko bis­her, scheint jedoch ein rein eng­lisch­spra­chi­ger Index zu sein. Konnte kei­ner mei­ner Sei­ten bei cuil.com fin­den. Auch wenn ich eine klas­si­sche Index-Suche für über­holt betrachte, so ver­sucht ciul.com zumin­des­tens etwas Inno­va­tion in das Kon­zept zu brin­gen.

  • #1
  • Mo, 28. Juli 2008
  • ben_ schrieb:

“Cuil prä­sen­tiert seine Ergeb­nisse ganz im Stil von Blogs” hast Du schön gesagt, weil Du damit den Schritt, den Blogs vom Ein­spal­ter + Mar­gi­na­li­en­spalte hin zu Tages­zei­tungs­de­sign oder “Maga­zin­de­sign” gemacht haben unter­schlägst. :]

Webmaster

Cuil beginnt mir ans Herz zu wach­sen. Hier mal ein klei­nes Update. Sämt­li­che Arti­kel über Cuil ver­brei­ten das Gerücht, Cuil würde keine Wikipedia-Seiten indi­zie­ren bzw. als Ergeb­nis anbie­ten. Das ist schlicht falsch. Der erste Link hier, führt auf die Wikipedia-Seite. Ein Sys­tem ist für mich noch nicht erkenn­bar, wann Wiki-Seiten gelinkt wer­den, aber sie sind defi­ni­tiv im Index.

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