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Oskars 2007 im Schnelldurchlauf

Die­ses Jahr hab ich mich mal durch­ge­run­gen live die Oskar-Verleihung 2007 zu schauen, weil der Lebenswerk-Oskar und ein Oskar für Scor­sese mehr als über­fäl­lig waren. Drum waren auch genau diese bei­den die schöns­ten Momente des Abends. Ennio Mor­ri­cone zusam­men mit Clint East­wood und einen Oskar in der Hand hal­tend, war ein Traum­bild für Fans der Sergio-Leone-Schinken. Morricone’s Oskar war so ver­dammt über­fäl­lig wie eben der zweite Moment des Abends. Nach unzäh­li­gen Nomi­nie­run­gen hat Scor­sese nun sei­nen ers­ten Oskar und sogar gleich zwei davon. Die Frage ist, wieso für Depar­ted? Sicher­lich weil das fil­mi­sche Umfeld in die­sem Jahr schwach war. Schade, aber bes­ser spät als nie.

Der trau­rigste Moment des Abends war der Oskar für Das Leben der Ande­ren. Die­ser Oskar war sicher, als Pan’s Laby­rinth zuvor die tech­ni­schen Preise abge­sahnt hatte. Es kommt nicht über­ra­schend, denn der deut­sche Bei­trag passt per­fekt in das aktu­elle poli­ti­sche Bild der USA.

Nicht falsch ver­ste­hen, ich habe nichts gegen deut­sche Filme, aber die­ser Film in einer Reihe mit Das Boot und Die Blech­trom­mel? Nie­mals, dafür ist das Mate­rial ein­fach viel zu schwach, es ist einer der über­be­wer­tes­ten deut­sche Filme aller Zei­ten, was ihn ret­tet ist sein pro­fes­sio­nel­les Hand­werk und seine jung­freu­li­che The­ma­tik, kom­bi­niert mit einem exzen­tri­schen medi­en­kom­pa­ti­blen Poster-Boy als Regis­seur. Als der Film damals frisch raus­kam, war genau jener Flo­rian Hen­ckel von Don­ner­bal­ken in einer NDR Talk­show und sollte eben sei­nen Film ver­kau­fen. Zu Gast war auch Henry Hüb­chen, sei­nes Zei­chens ange­se­he­ner (ehe­ma­li­ger DDR-)Schauspieler, der Don­ner­bal­kens Stasi-Posse deut­lich kri­ti­sierte. Unser Poster-Boy, nun Oskar-Besitzer, war ihn die­ser Situa­tion retho­risch äußerst schwach und konnte nicht wirk­lich für sich punk­ten und sei­nen Film ver­tei­di­gen. Lei­der blieb dies die ein­zige Kri­tik auf Sei­ten der deut­schen Medien. Den wah­ren Oskar hätte der Film­ver­leih ver­dient, der die­ses Werk per­fekt in den Medien zu plat­zie­ren wusste.

Auf Das Boot und Die Blech­trom­mel kann der deut­sche Film wirk­lich stolz sein, auf Das Leben der Ande­ren nicht. Die­ser Film wäre ohne den Oskar inner­halb der nächs­ten 10 Jahre in der Ver­sen­kung ver­schwun­den.

Woll­test du nicht ges­tern einen Ser­ver­wech­sel gemacht haben mit Cold-Heat? ^^ … hat alles gut geklappt? Sollte nicht auch ein neues Design ein­ge­spielt wer­den? xD … oder hab ich das alles falsch ver­stan­den? Hihi. xD

Webmaster

Ich muss das noch abklä­ren, abge­spro­chen war ges­tern zu wech­seln. Für den sel­te­nen Fall, das alles rei­bungs­los ver­lief, bleibt alles beim Alten. Ich habe das komi­sche Gefühlt, dass der Wech­sel aber erst noch bevor steht. --__--

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