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Photoshop Tutorial - Bildoptimierung

Da ich die letz­ten Tage viele Fotos druck­fer­tig machen musste, dache ich ich nutze die Gele­gen­heit und halte ein paar Schritte des Vor­gangs, in einem neuen kur­zen Tuto­rial fest.

Es ist mit­ler­weile die Regel, dass Kun­den viele der selbst­ge­mach­ten Schnapp­schüsse für so gut bewer­ten, dass diese Fotos sofort in neuen Druck­sa­chen oder ähnli­chem, der Welt prä­sen­tiert wer­den müs­sen. Nun es gibt nicht grund­los ein eige­nes Stu­dium der Foto­gra­fie und so lan­den regel­mä­ßig die Aus­wüchse der moder­nen Digital-Fotografie, auf mei­nem Tisch. Was auf dem Dis­play der Digi­cam noch gut aus­sah, wird auf einem kali­brier­tem Moni­tor und dann auf einem Pro­be­druck zur häss­li­chen Ansamm­lung von nicht brauch­ba­ren Pixeln. Hier nun geht das Tuto­rial los. Dies ist meine Methode der mög­lichst schnel­len Opti­mie­rung von Bild­ma­te­rial.

Ich lege gro­ßen Wert drauf, das Ganze hier als Crash-Kurs zu sehen. Man kann ganze Tage in ein ein­zi­ges Bild ste­cken, nur ist so eine Lösung nicht sehr effek­tiv. Für mich, ist dies hier mit­ler­weile eine schnelle und effek­tive Lösung gewor­den. Ich möchte auch nicht groß in die Mate­rie ein­stei­gen und Ton­wert­um­fang und Gra­da­tio­nen bis ins Detail erläu­tern, darum geht es mir hier nicht. Es soll ein “Was muss ich machen, wenn mein Bild so grot­tig aus dem Dru­cker kommt?”-Tutorial sein.

Vorlage

die Vor­lage

Eine Anmer­kung: die Kom­pri­mie­rung der Beispiel-Bilder kann lei­der nicht die reale Wir­kung wie­der geben. Um über­haupt aus den JPEGs einen Unter­schied zu erken­nen, habe ich für die­ses Bei­spiel mit zu zu hohen Ein­stel­lungne gear­bei­tet, ohne die­ses, wür­den die Bil­der wirk­lich gleich wir­ken. Als Bei­spiel für die­ses Tuto­rial soll jenes Bild die­nen. Wenn man das so in Druck gibt, kommt hin­ten nur ein unan­sehn­li­ches Häuf­chen Elend hin­aus. Also fan­gen wir mit dem ers­ten Schritt an.

Tonwertkorrektur

Als ers­tes passe ich die Ton­werte des Bil­des an. Hier arbeite ich mit einer Ein­stel­lungs­ebene umso zu jeder Zeit, die Ein­stel­lun­ges ver­än­dern zu kön­nen. Ohne eine sol­che Ebene, ist jede Ände­rung fix, mit einer sol­chen Ebene nicht. Wich­tig hier ist, dass die zu sehende Kurve, wirk­lich die kom­plette Breite aus­füllt. Falls nicht, passt man dies mit den obe­ren Schie­bern an. Wie man sieht habe ich den rech­ten Reg­ler wei­ter rein gezo­gen. Um es ein­fach zu hal­ten: der Rechte steu­ert die Hel­lig­keit, mit dem Lin­ken wird es dunk­ler. Wer seine Bil­der ein­fach kna­cki­ger mag zieht beide Reg­ler enger zusam­men.

Farbwerte

Hier ent­steht nun ein klei­nes Pro­blem. Mit der Pipette und dem Info Fens­ter, sieht man, dass der Him­mel des Bil­des, mit neuen Ton­wer­ten, keine Werte mehr besaß. 0% für jede Farbe: Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Damit wird in der Regel gedruckt. Was heißt das nun? Im Druck wär der Him­mel kom­plett Weiss. Wer das ein­mal dedruckt gese­hen hat, wird wis­sen, wieso dies zu ver­mei­den ist.

Wie löse ich nun das Pro­blem? 2% für einen Farb­wert genü­gen und schon ist die Flä­che nicht mehr unbe­druckt und wird nicht mehr vom Papier auf­ge­fres­sen. Es geht also wie­der zurück in die Tonwert-Einstellungs-Ebene. Hier ziehe ich nun den unte­ren rech­ten Reg­ler ein Stück nach links. Alter­na­tiv kann man auch den Wert direkt ein­tra­gen, dort wo in mei­nem Screen­shot der Wert 235 zu sehen ist. Ein Wert von 245-250 reicht hier in der Regel. Wie schon erwähnt, musste ich für die Screen­shots etwas über­trei­ben ;P Nach dem gan­zen Spaß bekomme ich ein ers­tes Zwi­schen­er­geb­nis.

Tonwerte verändertert

Vor­lage mit ver­än­der­ten Ton­wer­ten

Nun fehlt mehr als ein bischen Schärfe im Bild. Ich schärfe grund­sätz­lich nur mit dem Unscharf Mas­kie­ren Fil­ter. Wie auch bei der Ein­stel­lungs­ebene der Ton­werte, lege ich eine sepa­rate Ebene für die Schär­fung des Bil­des an. Wie­der zum Vor­teil der abso­lu­ten und schnel­len Kon­trolle. Die sepa­rate Ebene kann ich, falls der Fil­ter doch mal zu ändern ist, in der Trans­pa­renz ändern oder die alte Vor­lage wie­der benut­zen.

Unscharf Maskieren

Mit die­sem Schär­fen, ist man schnell über das Ziel hin­aus gesprun­gen. Ich möchte kurz zei­gen, wie zuviel Kan­ten­schärfe aus­sieht. Im nächs­ten Bild sieht man, was zuviel Bild­schärfe ist. Wie sehen hier wun­der­schöne Dop­pel­kan­ten, die erst nach Anwen­dung des Fil­ters auf­tau­chen. Die­ses Phä­no­men sieht man auch immer wie­der bei DVD-Filmen, die eben­falls digi­tal nach­ge­schärft wur­den. Weni­ger ist wie immer mehr, auch bei Bild­schärfe.

zu hoher Wert, zu viel Bild-Schaerfe

Kurze Erklä­rung was ich genau mit zu viel Schärfe meine. Die­ser Fil­ter erhöht den Kon­trast zwi­schen Flä­chen. Bei zu hohen Ein­stel­lun­gen bekom­men die Flä­chen, wie man hier sehen kann eine zusätz­li­che Linie umso noch mehr Kon­trast vor­zu­gau­keln. Es wirkt viel­leicht schär­fer, ist aber abso­lut unrea­lis­tisch.

zu hoher Wert, zu viel Bild-Schaerfe

An dem Punkt ist die Bild­schärfe brauch­bar und die Ton­werte ange­passt. Aber irgend­wie wirkt das Ganze immer noch recht flau. Was nun folgt ist sicher­lich nicht die feine eng­li­sche Art, aber es erfüllt wie immer sei­nen Zweck und nur darum geht es.

Tonwerte verändertert

Vor­lage nach dem Schär­fen

Um sat­tere Far­ben zu bekom­men lege ich wie­der eine Kopie der Original-Ebene an und und zeichne diese weich, mit Hilfe des Fil­ters Gauß­scher Weich­zeich­ner. Die Werte hier­für sind nicht fix. Ich möchte nur die klei­nen Details aus­ra­die­ren. Die weich­ge­zeich­nete Ebene erhält nun ein Bad im Farb­kas­ten. Strg+U oder Apfel+U ruft das Fens­ter Farbton+Sättigung auf. Alter­na­tiv bekommt man die­ses auch unter dem Menü­punkt Bild-Anpassen-Farbton+Sättigung. Nun ab dafür und die Sät­ti­gung nach oben geschraubt, bis das Auge blu­tet und das Foto zum Comic mutiert, naja fast.

Saettigung

Nun habe ich eine Ebene mit Comic-Farben, die ich auf den Ebenen-Modus “Farbe” stelle, nun colo­riert diese Ebene das Bild. Der letzte Schritt des Pro­zes­ses, ist das Anpas­sen der Ebe­nen­trans­pa­ren­zen für die Ebe­nen mit der Schärfe und der Sät­ti­gung. Wieso nun keine Ein­stel­lungs­ebe­nen für diese Effekte? Die Ebe­nen­trans­pa­ren­zen sind schnel­ler ver­än­dert als eine Ein­stel­lungs­ebene und ich hab so immer noch mehr Fle­xi­bi­li­tät. So stelle nehme ich nun die Far­big­keit run­ter bis es noch rea­lis­tisch, aber nicht mehr so trist wirkt. Glei­ches gilt für die Schärfen-Ebene.

Zusammenfassung

Zusam­men­fas­sung

Damit wär mein Crash-Kurs im Opti­mie­ren von Bild­ma­te­rial am Ende. Mit der Sät­ti­gungs­me­thode, kann man auch umge­kehrt die Sät­ti­gung mil­dern. Beson­ders beliebt bei Innen­auf­nah­men die dank Blitz und Rest­be­leuch­tung, aus einem Meer von Gelb und Rot beste­hen. Grund­sätz­lich emp­fehle ich immer mit sepa­ra­ten Ebe­nen für jedes Detail zu arbei­ten. Nur so kann man auch nach Jah­ren wie­der auf das Ursprungs­ma­te­rial gelan­gen. Das solls erst­mal gewe­sen sein. Es wird hierzu noch ein kur­zen zwei­ten Teil geben, der sich mit dem Kampf mit JPEG-Artifakten wid­men wird, auch ein sehr lus­ti­ges (=ner­vi­ges) Thema.

1 Kommentar

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  • #1
  • Mi, 05. April 2006
  • Glyxbringer schrieb:

Gän­gige Arbeits­weise, kann in die­ser Art nur wei­ter­emp­foh­len wer­den… wobei ich für Farbton/Sättigung den­noch die Ein­stel­l­e­be­nen benutze, um ggf. Mas­ken drü­ber zu legen :)

~Chris