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Den Kanten kommt im Low-Poly Modeling eine große Bedeutung zu. Wenn man schon wenige Polygone für die Form hat muss schon jede Kante exakt sitzen, denn eine einzige “falsche” Kante wird man später im fertigen Model deutlich erkennen da die Form an der entsprechenden Stelle unterbrochen wird. Dies werde ich an einigen Bespielen versuchen zu zeigen, wenn dies auch schwerer mit Bildern zu verdeutlichen ist, als am Model in MAX selbst.
Beim Teilen der Kanten, wie es zum Beispiel im
Head Tutorial gezeigt wird, erzeugt MAX meist immer unsichtbare Kanten.
Diese werden wenn überhaupt nur gestrichelt angezeigt und sind
relativ schlecht sichtbar. Das kann leicht geändert werden und ich
empfehle dies sogar. Im ersten der oberen drei Bilder sind einige Kanten noch unsichtbar.
Um dies zu ändern markiere ich alle Kanten, so dass diese rot markiert sind
(2. Bild). Danach im Modifier Menue unter dem Punkt Surface Properties
den Buttons Visible anklicken. Nun sollten alle Kanten sichtbar sein und als
durchgehende Linie dargestellt werden. Jetzt lassen sich die zu drehenden
Kanten besser erkennen.
Im linken Bild erkennt man recht gut das einige Kanten hier die Rundung zerstören.
So wie die Kanten dort stehen, “fallen” die Dreiecke nach innen und unterbrechen
den Fluss der Form. Man würde dies in MAX beim längeren betrachten, aus verschiedenen
Perspektiven, deutlich erkennen - die Bilder können das eher schwer verdeutlichen.
Nachdem die Kanten gedreht wurden ist die Verbesserung doch sehr auffällig
und das Bild wirkt harmonischer.Nun ergeben die Kanten auch wieder das
gleichmäßige Zick-Zack Muster in den einzelnen Höhen-Segmenten des Models.
Das folgende Beispiel dient zur Veranschaulichung einer Regel die besagt, dass eine
Kante immer nur so lang wie nötig und so kurz wie möglich sein
sollte. Einmal gedreht und schon sitzt sie perfekt.
Um das Chaos perfekt zu machen tritt die Regel der Länge hier nun ausser Kraft.
Im linken Bild ist die Kante deutlich kürzer, aber so behindert sie wieder den Fluss
der Form, wie im ersten Beispiel erklärt wird. Um dies nochmals zu verdeutlichen
soll die hellgraue Linie im Bild die Form verdeutlichen. Im rechten Bild ist nun die Linie
länger jedoch wirkt die Form so viel runder und fließender und das hat beim Low-Poly
Modeling Priorität, dass man alles so rund und organisch wie möglich
wirken lässt um vom Ruf der frühen Block-Modelle wegzukommen
Ich hoffe die Beispiele verdeutlichen einigermassen die Bedeutung der Kanten.
Mit der Zeit wird man selbst ein gutes Auge dafür bekommen. Also keine Angst wenn
einem dies hier etwas konfus wirkt.
Als letzten Tipp möchte ich noch sagen, dass man zum Abschluss das Model
im weich-schattiertem Modus anschauen sollte, dieser verrät oft noch die
letzten “bösen” Kanten.
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